Day of the tentacle oder alle Wege führen in den Dickdarm

Verdammte Axt, was war das heute ein Fresstag. Wenn ich wieder zu Hause bin und mich das erste Mal auf meine eigene Waage stelle werde ich sterben vor Scharm.

Es war heute sonnig, strahlend schön und mind. 15 Grat warm. Wir haben den Morgen damit verbracht auf den Waschmaschinenmann und den Weinkühlschrankmann zu warten und in der Zeit habe ich hier ein wenig geputzt. Naja und gegessen. Zum Frühstück gabs Eggs Benedict, weil  ich die gestern schon so mochte. Ich will nicht wissen wieviel Punkte die mich kosten würden. Den Tag haben wir an der Küste verbracht. Eigentlich wollten wir mit der Fähre zu Ellis und zur Statue of Liberty aber ganz im Ernst, bei so einem sonnigen Tag möchte ich nicht drei Stunden in einer Reihe anstehen um anschliessend in einer Reihe dicht gedrängt auf einer Fähre zu fahren. Ich habe noch nie verstanden warum Menschen sich gerne Lemmingartig irgendwo anstellen um sich dann Lemmingartig irgendwo anzustellen. Ich beobachte die Fähre bei der Abfahrt und warte eigentlich darauf, dass die erste Menschenreihe beginnt sich von der Fähre zu stürzen, aber anscheinend war das doch nicht ihr Ziel. Wie auch immer, da geniesse ich lieber die beiden Inseln hier vom Hafen aus und sitze in der Sonne.  Ich schlafe ein bisschen, esse mein Eis, meinen Muffin und meine Tüte Chips mit Essig und Salz und die Lemminge sind mittlerweile so sehr gewachsen, dass sie sogar bei mir stehen. Ausserdem hüpft ein unglaublicher Latinareinbeisshintern in Rosa vor meiner Nase rum. Die kleine sieht aus wie aus nem Film, wackelt mit den Hintern wie in der Joghurette Werbung und trägt rosa. Ich wundere mich allerdings warum sich ihre Joggingstrecke auf 250 Meter beschränkt bis ich begreife, dass die da tatsächlich nen Film drehen. Die kleine Latina mit dem Reingreifarsch ist Schauspielerin und die drehen da eine dieser Telenovelas. Jetzt sehe ich auch die Kameraleute und das ganze drumherum. Wir schiessen bekloppte Tourifotos und der Tag ist einfach schön. Ich hab mich schon immer gefragt, warum Japaner immer diese blöden Victory Finger machen müssen und mittlerweile bekomme ich latenten Brechreiz, wenn ich nasales Gelache kombiniert mit den Victoryfingern mitbekomme. Ich hab einfach noch nicht begriffen, was diese Victoryfinger sagen sollen, warum sie es auf jedem Foto machen und warum sie dabei immer so lachen. O.k ja ich gebe ihnen recht, sie sehen dabei total bekloppt aus und es macht definitv keinen Sinn jedes Motiv mit bescheuerten Handzeichen zu kommentieren vor allem wenn man immer das gleiche sagt und ja o.k. das alleine wäre ein Grund zum Lachen, aber für andere nicht für einen Selbst. Wenn ich solche Foto machen würde, wäre ich aber mal ganz ganz still.

Egal die Japanerinnen nicht, die machen ihre Victoryfinger, die Latina rennt mit ihrem Knackarsch am Pier entlang, die Lemminge stürzen sich auf die Fähre und wir entschliessen uns weiter zu laufen. Unterwegs essen wir Churros und gehen dann langsam zu einem tollen Deli weiter, in dem wir Buffet essen um dann langsam nach Hause zu schlendern. Ich muss auch unbedingt noch mit Mr. T telefonieren, denn langsam wird es unerträglich mit dem Vermissen. Heute Abend sind wir mit dem Bruder verabredet dessen Sprachschule eine Fotoausstellung in den Klassenräumen macht. Der Vorteil davon ist, dass die Ausstellung sowie die Sprachschule im Empire Statebuilding sind und wir somit in den Geschmack des wundervollsten Sonnenunterganges kommen, den man sich vorstellen kann. Anschliessend nehmen wir einen Drink in der Rooftop Bar. Wirklich, das ist so schön zu sehen. Die Mojitos kosten hier zwar 16 Dollar und sind so klein, dass ich sie einatmen kann, aber egal für diesen Blick lohnt es sich. Man kann bei jeder Temperatur draussen auf dem Dach sitzen. Hinter uns strahlt der Vollmond und das Empire steht stolz in Grün vor uns. Wenn man friert kann man sich entweder näher an einen der Öfen setzen, oder einen der roten Fleecebademäntel anziehen oder sich in die Decken einwickeln. Am Ende sehen alle aus wie kleine Rockys vor dem letzen Kampf.

Da wir hier nur einen Drink nehmen und Miss J gerade von der Arbeit gekommen ist essen wir anschliessen noch Sushi in einem Restaurant. Nicht dass ich mich hier zurückhallten würde, weil  ich ja heute schon so viel gegessen habe, nöö nach einer Rolle mit Gurke, einer mit Avocado, einer California und zwei Pints Japanischem Bier esse ich noch Miss Js Udon Reste und die Gyoza Reste von Miss Pearl. Totdmüde, vollgefressen und glücklich kommen wir zu Hause an, wo der Chef de Cuisine schon vollgeschmaust auf seiner Terrasse den milden Abend geniesst. Der hatte heute nämlich seinen Sizilianisch Kochkurs.

Ich bin vollgefressen, wiege mindesten 6 Kilo mehr, nach diesem Urlaub und muss meinem Körper erstmal die Kohlehydrate wieder abgewöhnen und den Alkohol. Mhhh Martini Rosso on the Rocks.

Gute Nacht!

10.4.09 06:14

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