10.04.09

Ich bin heute alleine unterwegs und deshalb gönne ich mir einen ausgiebigen Sonntagsmuschler obwohl noch gar kein Sonntag ist. Muscheln ist eine Mischung aus Murmeln wie ein Murmeltier und kuscheln. Diesen Luxus kann man sich nicht mehr gönnen wenn man Kinder hat deshalb versuche ich das jetzt noch so oft zu machen wie es geht. Also Fenster weit auf, Decke weit übern Kopf und tausendmal strecken, drehen, gähnen und heute telefoniere ich dabei mit Mr. T. Anschliessend mache ich mich auf in den Central Park, weil ich in den Zoo dort möchte. Als ich bie den Pinguinen ankomme bekomme ich einen Schock, weil es hier aussieht wie in "Happy Feet" und das war in dem Film ja keine schöne Szene. Ausserdem sehen die Sender, die die Pinguine an den Flügeln haben brutal aus, vor allem weil sie so angebracht sind, dass die natürliche Haltung aussieht als wäre sie druch die Sender ausgelöst. Also als müsste sie die Flügel wegstrecken wegen der Sender.

 Einer der Eisbären trainiert anscheinend für Olympia denn er dreht sehr angestrengt seine Runden von einem Rand ins Wasser, taucht eine Runde, geht dann an Land, schwimmt eine Runde und dann wieder alles von vorne.

 Es ist schon extrem seltsam wie Schilderfixiert Menschen sind. Ich würde es ja engstirnig nennen. Hier im Kinderzoo ist ein Aquarium mit einem Schild auf dem steht, "Pig nosed turtle" in dem Aquarium ist aber noch viel mehr zu sehen als nur die Schildkröte. Die Fische geben sich alle Mühe beachtet zu werden, machen die putzigsten Dinge, aber jeder achtet nur auf die Schildkröte. 

Als ich beim Ententeich ankomme, spielt mein I-Pod Cecilia Bartoli Caldara: La Castila. und dieses Opernstück passt so perfekt zu dem Treiben auf dem Teich, dass ich lachen muss.

Kurz vorher hat der Pfau sich demonstrativ 10 Minuten in seiner vollsten Pracht präsentiert. Für die Fotografen hat er alle Stufen seiner Federnpositioinen präsentiert und gehalten, damit man in Ruhe die Schönheit fotografieren kann.

Manche Menschen sind einfach scheisse. Statt die Tiere hier zu beobachten pieksen Väter mit Stöcken nach dem armen Huhn nur damit die Tochter ein tolles Foto machen kann.

Mandarin Enten sind so wunderschöne Tiere, wenn ich mich richtig erinnere hat mein Opa sie früher gezüchtet.

Das verschreckte Huhn hat sich jetzt ganz eng hinter einem Busch versteckt.

Meine totale Enstpannung tritt ein nachdem ich eine halbe Packung "Lays" mit "Tostitos Salsa con Queso" gegessen habe und das ganze mit einer halben Tafel "Cadbury Dairy Milk" aberundet habe. Ich hab eingekauft wie ne Bulimiekranke und gefressen hab ich auch wie ne Bulimiekranke, nur das Kotzen hab ich vergessen. Alzheimer Bulimie nennt das die Berliner Comedy Schnauze.

Aber mal im Ernst, mein I-Pod spielt "Seed" und ich sitze im Washington Square und die Welt ist toll. Die Menschen, Spatzen, Squirrels und Hunde zu beobachten ist das New York Gefühl überhaupt.

Ich treffe mich mit Miss J und wir quatschen, quatschen, quatschen wie man es so tut, wenn man sich ein Jahr nicht sieht und dann Zeit für sich hat. 

Schüschü kocht für uns am Abend das perfekte Bierhühnchen und es gibt Reste von seinem sizilianischen Kochkurs und dann geht es ab zum Karaoke.

Hier ist das Prinzip das Gleiche wie in Tokio. Man bucht einen Raum und ist dann alleine in seiner Runde beim Karaoke singen.

Um 3:00 Uhr sind wir alle total müde zu Hause.

11.4.09 03:55

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